Exkursion Oschatz

Exkurison durch Oschatz

Am 19. Januar 2020 besuchten wir im Rahmen unserer jährlichen Reihe „Sächsische Klein- und und Mittelstädte“ Oschatz.

Die Stadt Oschatz entstammte aus einer Kaufmannssiedlung, welche im Zuge der Ostexpansion im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation entstand. Durch regen Handel und die Herstellung von Tuchen wuchs Oschatz schnell zur 7. größten Stadt in Sachsen. Die Lage in der Mitte zwischen Leipzig und Dresden beförderte nicht nur den Handel sondern auch Gasthäuser und Beherbergungsstätten welche Reisende und Kaufleute aufsuchten.

Leider sind von der mittelalterlichen Stadt nur noch einige Reste vorhanden. Die Pest, Kriege und mehrere Stadtbrände sorgten dafür, das Oschatz immer wieder erneuert werden musste. Der letzte Stadtbrand wütete 1842, welchem sogar die Stadtkirche St. Aegieden zum Opfer fiel. Infolge dessen wurde aus der sächsischen Mittelstadt eine Kleinstadt.

 (WvD, 2020.)

Doch die Stadt wandelte sich mit dem Einzug der Industrialisierung. Die Kirche St. Aegidien wurde neu errichtet und bildet heute das Wahrzeichen der Stadt. Die erste deutsche Waagenindustrie siedelte sich an, wovon heute noch das Waagenmuseum berichtet. Und Oschatz wurde Garnisionsstadt und blieb dies über die Jahrzehnte hinweg bis zur Wiedervereinigung Deutschlands.

Unsere Exkursion führte uns zu erst duch die Stadt und im Anschluss durch die Kirche St. Aegidien in welcher wir den besonderen Altar mit seinem Glasaltarbild bestaunen konnten. Den Höhepunkt unserer Exkursion bildete die Besteigung des Südtumes mit der Besichtigung der Türmerwohnung, der ehemaligen Schusterwerkstatt des Türmers und dem tollen Ausblick über die Stadt.

Mit Spannung freuen wir uns bereits auf unsere nächste Städtetour im kommenden Jahr!

(Martin Kollna, Stand: Januar 2020)

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