Denkmalpflege in Krisenregionen | Mitgliederversammlung

Denkmalpflege In Krisenregionen

Eine Vortrags- und Diskussionsrunde mit dem Schwerpunkt auf Syrien

Am letzten Märzwochenende 2017 beschäftigten wir uns mit der Problematik der Denkmalpflege in Krisenregionen, also in Ländern, wo Krieg und Zerstörung kaum Möglichkeiten für Denkmalschutz und -pflege zulassen. Stattdessen dominiert dort die mutwillige Zerstörung, um eine größtmögliche Demoralisierung zu erreichen und historische Werte zu vernichten. In eindrücklichen Bildvergleichen legten die Vortragenden dar, welches Ausmaß die Zerstörung bereits erreicht hat. 

    

(M. Kollna, 2010)                                                                          (Tagesschau: www.tagesschau.de/multimedia/bilder/
                                                                                aleppo-673~_v-videowebs.jpg geöffnet am 03.03.17) 2017)

Der Fokus lag dabei auf Syrien mit seinen Metropolen Damaskus, Aleppo und Homs. Geflüchtete berichteten sowohl von ihren Lebensumständen vor dem Kriegsbeginn als auch von Schicksalen, deren Alltag der Krieg bestimmt. Die politischen und kulturellen Zusammenhänge für die Eskalation in Syrien erörterte Museologe Alwin Matzke. Am konkreten Beispiel, der Zerstörung des Schlosses von Aleppo, wurde das bewusste, zerstörerische Vorgehen an geschütztem Kulturgut vor Augen geführt. Die anschließende Diskussion wurde sehr ausführlich geführt, wodurch man die Umstände der Geflüchteten besser verstehen konnte. Der Verein „Wissensvermittlung in der Denkmalpflege e.V.“ bedankt sich herzlich für die Offenheit und Bereitschaft der Geflüchteten, unsere vielen bohrenden Fragen zu beantworten, angesichts dieses hochbrisanten, aktuellen und nahegehenden Themas, welches uns alle betrifft.

Wir bitte um Verständnis, dass wir weder Namen noch Fotos der vortagenden Flüchtlinge aufzeigen. Dies dient dem Schutz vor Repressalien ihrer Angehörigen in ihrer Heimat.

(Lisa Hallex, Stand: März 2017)

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