Schmiedeseminar 24.-26.07.2015

Suche nach den Ursprüngen des Handwerks

- und warum das so laut sein muss...

Lautes Hämmern, metallische Schläge, Hitze und reichlich Ruß im Gesicht – das gab es vergangenes Wochenende bei einem Schmiedeseminar des Vereins Wissensvermittlung in der Denkmalpflege e.V. (WvD) am Stadtrand von Görlitz zu erleben. Die Teilnehmer erfuhren nach einleitenden Worten des erfahrenen Schmieds Gregor Kondziella aus Görlitz, dass das Wort „Schmied“ ursprünglich „Handwerker“ bedeutete. Schließlich war der Schmied der erste berufsmäßige Handwerker. Denn ohne das Schmiedehandwerk wären weitere Werkzeuge, verbunden mit dem daraus resultierenden Fortschritt, aber natürlich auch Waffen, kaum denkbar.

Dementsprechend motiviert, das eigene Können zu erproben, arbeiteten die Teilnehmer am glühenden Metall. Jeweils selbstgesteckte Ziele wie Messer, Nägel, Haken und Dekorationen sowie Härten des Eisens wurden unter Anleitung umgesetzt. Am Amboss stehend mit dem Hammer oder der Zange zum drehen in der Hand zeigte sich schnell, dass sowohl Feingefühl, als auch Erfahrung unerlässlich sind. Die Teilnehmer lernten anhand der Glühfarbe die richtige Temperatur und damit Härte abzulesen und begaben sich so auf die Spur eines mehr als 7000 Jahre alten Handwerks. Die Ursprünge des Warmschmiedens sind in Mesopotamien, Ägypten und der Indus-Kultur zu finden. Das klassische Schmiedehandwerk ist heute jedoch zu einer Seltenheit geworden. Mit dem Aufkommen von Schweißgeräten haben Verbindungstechniken wie Nieten, Bunden oder Lochen in den letzten 100 Jahren stark an Bedeutung verloren. Der Verein Wissensvermittlung in der Denkmalpflege will jedoch dieses Kulturgut bewahren, fördern und ein Bewusstsein stiften, welches dieses Handwerk gebührend wertschätzt.

Herzlicher Dank gilt der Zusammenarbeit mit dem Referenten und langjährigen Schmied Gregor Kondziella und der Jugendbauhütte Görlitz.(http://www.denkmalschutz.de/aktionen/jugendbauhuetten.html)

Ziel des Vereins Wissensvermittlung in der Denkmalpflege e.V. ist es Interessierten eine Kontaktplattform zu bieten um sich auszutauschen, sich weiterbilden zu können und Hand in Hand zu arbeiten. So soll auch der Gedanke der Jugendbauhütten und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) weitergetragen und gefördert werden.

Nach einem ganzen Tag schweißtreibenden Schlagens leuchteten alle Augen trotz der dicken Rußschicht im Gesicht. Einmal mehr bewahrheitete sich das Sprichwort „ Ein jeder ist seines Glückes Schmied!“.

Kontakt:info@denkmal-wissen.de

26.Juli 2015

Lisa Hallex

 

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