Alte Obstsorten

Denkmalpflege auf der Streuobstwiese 23.09.2017

 (WvD, 2017)

Wie groß die Sortenvielfalt unserer heimischen Streuobstwiesen einmal war haben wir im Spätsommer 2017 erfahren können. Hierzu trafen wir uns in Marienthal OT Leuba und ließen uns von Herrn Dr. Schlitt über den "Obstsortengarten der Oberlausitz" führen. Dieser wird von einer Stiftung bewirtschaftet, die sich dem Erhalt alter Obstsorten verschrieben hat. Der Grund für diese erhaltenswerte Vielfalt liegt vor der allgemeinen Verfügbarkeit von Zucker und Süßigkeiten: Obst von den Bäumen war früher für Viele eine willkommene Abwechslung und lebenswichtige Nahrungsgrundlage. So gab es um 1900 fast in jedem Ort einen Obst- oder Gartenbauverein, der sich mit dem Anbau und der Zucht dieser Bäume befasste.

(WvD, 2017)

Um diese Vielfalt nicht in Vergessenheit geraten zu lassen wurden ab dem Jahre 2006 weit über 200 regionaltypische Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Kirschbaumsorten auf dem Gelände der Oberlausitz-Stiftung angepflanzt. Bei der Führung wurde uns unter anderem auch erklärt, dass ein kultivierter Obstbaum aus insgesamt 3 Teilen - nämlich Wurzel, Stamm und Krone- verschiedener Sorten "zusammengesetzt" wird, um möglichst gute Standfestigkeit, einen gesunden Stamm und letztendlich schmackhaftes Obst zu erhalten. Weiterhin konnten wir erfahren, dass die Stiftung eine Schülerfirma ins Leben gerufen hat, die im Herbst auf dem Grundstück bei der Ernte und Verarbeitung hilft und den gewonnen Apfelsaft vermarktet.

(Frieder Eifler, Stand: November 2017)

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